VfR Bad Bellingen

e.V. seit 1924

Chronik

Was laut Überlieferung und Erinnerung bereits im Jahre 1921 mit sogenanntem «wildem Fussballspielen» begann, wurde im Jahr 1924 auf feste Füsse gestellt. Am 25. März 1924 trafen sich Bellinger Fussballpioniere im Gasthaus Schwanen zur ersten General­ver­samm­lung und damit zur rechtskräftigen Gründung eines Fussballvereins.

Dem Verein wurde der Name «Verein für Rasensport und Bewegungsspiele Bellingen» gegeben. Die beschlossene Satzung unterschrieben der Vorstand F. Mühling, Schriftführer Hermann Schropp sen. und Kassierer Karl Schlageter.

Der Verein hatte das Ziel und den Zweck der körperlichen Ausbildung durch Bewegungsspiele, hauptsächlich Fuss­ball. Als weiteres wurde in der Satzung genannt: Pflege edler Freundschaft und Geselligkeit mit Ausschluss jeder politischen Tätigkeit.


Die damalige Vorstandschaft bemühte sich nach der Vereinsgründung bei der Gemeinde Bellingen um die Überlassung einer Geländefläche im Gewann «Im Grün» dem heutigen Kurgebiet. Nach Zustimmung des Forstamtes Oberweiler, konnte bereits im Juli 1924 ein Fussballfeld von 100 m Länge und 70 m Breite gerodet und hergerichtet werden.

Mit der dienstlichen Versetzung von Vorstand F. Mühling, kam der Spiel­betrieb und das Vereinsleben nach drei bis vier Jahren wieder zum Erliegen. Gründe waren ausserdem die finanzielle Notlage in dieser Zeit und der Wegzug von Spielern.

Unter dem zugezogenen Josef Hermann wurde das Fussballspiel in Bellingen im Jahr 1930 wieder belebt. Allerdings nicht unter dem eigentlich noch bestehenden, aber ruhenden VfR Bellingen. Josef Hermann gründete eine DJK (Deutsche Jugendkraft), die über das Fussballspielen hinaus noch weitere sportliche und kulturelle Ziele hatte. 1934 war wiederum ein Stück Bellinger Fussballgeschichte für einige Jahre zu Ende gegangen. Der Wegzug von Josef Hermann nach Haltingen und die dann beginnenden Kriegswirren waren hierfür verantwortlich.

Nach den Kriegswirren bis fast zur Jahrtausendwende …

Kaum aus dem Krieg zurückgekehrt, spukte den damaligen Kickern natürlich schon wieder der Fussball im Kopf herum. Durch die Bestimmungen der Militärregierung war die Neugründung eines Vereins mit sehr grossen Schwie­rigkeiten verbunden. Am 29. Juni 1946 war es dann soweit. Alle Auflagen waren erfüllt. Die erste General­ver­sammlung nach dem Krieg zur Wieder­gründung konnte im kleinen Schulsaal durchgeführt werden. Unter die Satzung setzten folgende Personen ihre Unter­schriften:
Franz Allgeier, Willi Escher (Alfons Sohn), Willi Klumpp, Walter Westermann sen., Edmund Höferlin

Die Vorstandschaft bestand aus: Vorstand Franz Allgeier, Schriftführer Willi Escher (Alf. Sohn) und Kassierer Edmund Höferlin.

Abenteuerlich waren die Reisen zu den Auswärtsspielen. Teilweise zu Fuss, mit dem Fahrrad, Traktor mit Holzvergaser und gelegentlich mit dem Zug, wenn mal einer fuhr, gelangten die Spieler zu den Verbandsspielen. Nicht nur dies ist in der Festschrift zum 50jährigen Ver­einsjubiläum zu lesen:

«Sie hatten es fürwahr nicht leicht, einen Verein aus dem «Nichts» aufzubauen. Es fehlte nicht nur an einem ordentlichen Sportplatz, es fehlte an Sportkleidung, an Schuhen, an Spiel­bällen, an Schnürsenkeln und, und, und… Selbst die Organisation eines Maschendrahtes für Tornetze war eine schier unerreichbare Illusion.»

Hinzu kam von Anfang an der chronische Spielermangel. Teilweise musste mit nur 7 oder 8 Mann gespielt werden, was natürlich einige «Packungen» bei den Spielergebnissen mit sich brachte.

Der Mangel an Spielern, Differenzen unter ihnen und vor allem die Aus­rüstungsnot, legten bereits in der Saison 1947–1948 den Spielbetrieb ­wieder lahm. Aber den Männern, die bei der Wiedergründung schon federführend waren, gelang es ältere Sportler zum Mitspielen zu bewegen. Außerdem wurde die Mannschaft durch Hermann Escher, Anton Koehly, Hermann Kallmann, Roman Klumpp, Anton Vogel und Fritz Fuchs, die aus der Kriegs­gefangenschaft zurückkamen verstärkt. Albert Göpf zog von Huttingen nach Bellingen und schloss sich ebenfalls dem VfR an.

Die Vorstandswahlen am 10. September 1948 brachten folgendes Ergebnis:

1. Vorstand:    Julius Kunzelmann
2. Vorstand:     Max Brunner
Schriftführer:  Willi Escher
Jugendwart:    Walter Westermann sen.
Kassierer:        Willi Klumpp

Auszug aus dem VfR-Protokollbuch vom 13. Januar 1950:

«Die erste Vereins-Versammlung im neuen Jahr war gleich mit einem Ab­schieds­abend verbunden, denn unser bisheriger Schriftführer Max Brunner war zum letzten Mal anwesend. Für ihn war der Tag des Wegzugs gekommen. Der Verein verlor somit eine Stütze, die kaum zu ermessen ist. Vorstand Kunzel­mann dankte im Namen des Vereins für die unermüdlich geleistete Arbeit, die Schriftführer Brunner wäh­rend seiner Amtszeit für den Verein geopfert hat.
Bei gemütlichem Bei­sam­mensein tagte man bis in die Nacht und aus frohen, heiteren Kehlen klangen schöne Lieder, die den Abend ver­schönten …»

Die Wahlen bei der Generalver­samm­lung am 24. Juli 1950 brachten mit Kurt Lampe einen neuen 1.Vorstand, der jedoch nach drei Monaten das Amt nieder­legte. Hermann Escher der zum 2. Vor­sitzenden gewählt wurde, übernahm fortan kommissarisch die Vereins­füh­rung.

Im Mai 1951 ging wieder ein Kapitel Bellinger Fußballgeschichte für einige Jahre zu Ende. Die erste Eintragung des späteren Chronisten Oswald Meyer im Protokoll­buch lautete wie folgt:

«Mit diesem Eintrag musste der Schrift­führer seine Berichte schliessen, da aus vereinsinteren Gründen der Spiel­be­trieb aufgegeben wurde. Wieder hatte die böse Zwietracht der edlen Sache des Sports einen schlechten Dienst erwiesen.»

Der im Jahr 1999 leider verstorbene Oswald Meyer kam im Jahre 1952 als Lehrer nach Bellingen und brachte seine Fußballbegeisterung mit in den Sportunterricht ein. Ihm ist sicherlich mit zu verdanken, dass der VfR im Jahre 1955 zunächst wieder mit einer A-Ju­gend-Mannschaft am Spielbetrieb teilnehmen konnte, die zum Saison­schluss einen sechsten Tabellenplatz belegte. Bereits ein Jahr später konnte auch wieder eine Aktivmannschaft ins Rennen geschickt werden.

1. Vorstand: Hermann Escher, 2. Vorstand: Helmut Herr, Rechner: Willi Klumpp, Schriftführer: Oswald Meyer
Dies war das Ergebnis der Vorstand­s­wahl bei der Generalversammlung am 13. Mai 1956.

Nun sollte es bis zum heutigen Tag keine Unterbrechungen im Vereinsleben mehr geben und der Verein konnte eine kontinuierliche Entwicklung nehmen.

Im Jahre 1958 feierte der VfR mit 30:2 Punkten und 92:33 Toren die erste Meisterschaft in der damaligen C-Klasse und gleichzeitig den Aufstieg in die B-Klasse. Auch die A-Jugend absolvierte die Saison mit einem hervorragenden zweiten Tabellenplatz.

In den nächsten zwölf Jahren bis 1970 spielte der VfR Bad Bellingen in der B-Klasse mit gutem Erfolg. In der Vereins­führung übernahm Leo Schlecht 1962 das Zepter und wurde 1970 vom damaligen Rechner Karl Gilgin abgelöst. In dessen Amtszeit als erster Vorsitzender bis 1982 fiel der Neubau des Vereins­heims am Rhein und die damit verbundene Verlagerung des Fußball­platzes aus dem Kurpark an den Rhein.

Das Traineramt war eigentlich von 1958 bis 1970 mit kleineren Unterbrechungen in den Händen von Hugo Rinderlin. Vor 1958 gab es keine hauptamtlichen Trainer. Es wurde einfach gekickt. Der eine oder andere Spieler übernahm ab und zu das Kommando.

In diesem Zeitraum kann über zwei markante Ereignisse berichtet werden. Am 26. Juli 1964 legte der VfR Bellingen den Ausgangspunkt für eine gute nachbarschaftliche Beziehung zur elsässischen Gemeinde Petit-Landau. Einem Besuch unseres Vereins folgte ein Jahr später der Gegenbesuch. 144 Personen kamen in 36 Autos über den Rhein in den damaligen jungen Thermalkurort. Im Café Lampe haben beide Vereine einen schönen Abend verlebt. Die Bezie­hungen zwischen Petit-Landau und Bad Bellingen wurden in den Folge­jahren nicht nur von den Fussballern gepflegt und haben bis heute festen Bestand im Gemeindeleben. Ein Höhe­punkt in der Vereinsgeschichte war ohne Zweifel der Bau des ersten Clubheims im Jahr 1960/61 im heutigen Kurpark. Hierzu wird auf den gesonderten Bericht über die Bautätigkeit des VfR Bad Bellingen verwiesen.

Dem Abstieg der 1. Mannschaft in die C-Klasse folgte in der Saison 1970/’71 die Meisterschaft unter Spielertrainer Rolf Wester­mann (1970–1974) und der so­fortige Wiederaufstieg mit einer ­tollen Bilanz. Nicht eine einzige Nieder­lage und gerade mal drei Unent­schieden sorgten für einen grandiosen Durch­marsch der sich sehen lassen konnte.

Auch die C-Jugend feierte die Meister­schaft. Die A-Jugend verbuchte den zweiten Tabellenplatz.

Den Elan des Aufstiegsjahres nahm die 1. Mannschaft bis in die Mitte der 70er Jahre mit. Das Team spielte immer im ­oberen Tabellendrittel. Zeitweise führte der VfR Bad Bellingen die Rangliste an. Es gelang jedoch nicht, obwohl man zeitweise sehr nahe dran war, eine ­weitere Meisterschaft zu erringen.

1974/1975 war ein weiteres Highlight in der Ver­einsgeschichte. Der Fussballplatz wurde aus dem Kurpark hinaus an den Rhein verlegt und gleichzeitig baute man ein schmuckes Vereinsheim.

In dieser Zeit bestimmten die «Wester­männer» das Trainergeschehen beim VfR. Das Traineramt war in der Saison 1974/1975 durch Walter Wester­mann besetzt. Es folgte in den Jahren 1976 und 1977 unter Wilfried Wester­mann zwei Spielrunden die mit Mittel­feld­plätzen beendet wurden, bevor 1978 der Abstieg unter Trainer Kurt Schöchle nicht verhindert werden konnte.

Neuer Trainer – neues Glück! Mit Rolf Sutter begann 1978 eine erfolgreiche Zeit mit jungen Spielern. Im ersten Jahr noch Tabellenvierter, schaffte Rolf Sutter mit der Mannschaft in seinem zweiten Trainerjahr die Meisterschaft und den Aufstieg in die Kreisliga A. Die Saison 1980/’81 wurde in der Kreisliga A mit dem 8. Tabellenplatz abgeschlossen, bevor 1982 an die Türe der Bezirksliga angeklopft wurde. Im letzten Verbandsspiel trafen der Tabellenerste TV Hauingen und der VfR Bad Bellingen als Tabellenzweiter zusammen. Der TV Hauingen hatte einen Punkt Vorsprung und gewann dieses entscheidenen Spiel mit 0:1, auch unter anderem weil sichVfR-Torjäger Hans-Jürgen Rosskopf in der 43. Minute einen Nasenbeinbruch zuzog. Die Meisterschaft war vergeben.

Erwähnenswert ist auch, das Rolf Sutter während seiner Tätigkeit beim VfR Bad Bellingen sowohl seinen Trainer B-Schein wie auch die A-Lizenz absolviert hatte und der VfR Ausgangspunkt für eine erfolgreiche Trainerkarriere war.

Wilfried Westermann zeichnete nochmals von 1982 - 1984 für die Mannschaft verantwortlich und erreichte einen dritten und achten Tabellenplatz. Er wurde für ein Jahr von seinem Bruder Walter Westermann abgelöst.

Unter Trainer Willi Klank (1985-1987) musste die Mannschaft in die Abstiegsrelegation und konnte sich zum Verbleib in der Kreisliga A durchsetzen. In diese Zeit fiel auch der erste Mallorca-Ausflug der Spieler in der Vereinsgeschichte. Es folgten drei Jahre (1987-1990) unter Trainer Hans Mayer. Leider musste 1989 der Abstieg in Kauf genommen werden. Auch die Saison 1990/91 unter Wilfried Westermann wurde in der Kreisliga B gespielt. Die Meisterschaft und der Aufstieg gelang wieder 1992 unter Trainer Klaus Grunicke. Aber bereits im Jahr darauf, musste wieder in den saueren Apfel des Abstieg gebissen werden. Auch ein Trainerwechsel Willi Klank für Klaus Grunicke in der Winterpause 1992/93 brachte nicht den gewünschten Erfolg. Trainer Wolfgang Franke (1993-1996) erreichte den Aufstieg in die Kreisliga A über die Relegation, aber auch ein Abstieg musste hingenommen werden.

Es folgte 1996 die zweite Trainerperiode mit Rolf Sutter. 1997 hat man sich zwar die Meisterschaft im letzten Saisonspiel noch nehmen lassen, der Aufstieg in die Kreisliga A gelang jedoch über die Relegationsspiele. In den beiden zurückliegenden Runden war die Mannschaft sehr nahe am Aufstieg in die Bezirksliga. 1998 als Aufsteiger noch Tabellendritter, erreichte die Elf unter Rolf Sutter in diesem Jahr als Tabellenzweiter die Relegationsrunde zur Bezirksliga. Aus den Relegationsspielen gingen mit dem VfR Bad Bellingen und dem SV Jestetten zwei punkt- und torgleiche Mannschaften hervor. Das Entscheidungsspiel gegen den SV Jestetten in Wallbach, wurde nach toller erster Halbzeit und einer 4:0 Führung für den VfR, in der Verlängerung mit zwei Mann Unterzahl leider noch 7:4 verloren. So ist der Traum, im Jubiläumsjahr erstmals in die Bezirksliga aufzusteigen, wie eine Seifenblase zerplatzt.

Nach drei Trainerjahren mit Rolf Sutter übernahm zu Beginn der Saison 1998/1999 Heinz Seywald das Zepter der Aktiv-Mannschaft.

Nach Karl Gilgins 20jähriger verdienstvoller Tätigkeit  als Rechner und Erster Vorsitzender trat Leo Schlecht 1982 für drei Jahre seine Nachfolge an.

In die zehnjährige Amtszeit von Wilfried Westermann als 1. Vorsitzender von 1985 bis 1995 fiel die Baumassnahme zum Vereinsheimanbau und die Renovation des Rasenplatzes.

Vereinwirte waren zu dieser Zeit Günter & Elsbeth Muser, die zur VfR-Familie gehörten und das Clubheim zu einer Stätte der Zusammenkunft machten.

Von 1995 bis 2002 war  Karlheinz Kieler Erster Vorsitzender. In seiner Amtszeit wurde der Umbau der Gaststättentoilette und die Verlagerung des Haupteingangs vorgenommen. Die Baumassnahmen, die Sanierung und Vergrößerung des Hartplatzes, erfolgten im Jahre 1999. Die Fertigstellung und die Einweihung des neuen Hartplatzes konnten beim 75jährigen Jubiläum gefeiert werden.

Als nächster Erste Vorsitzende wurde nach dem Rücktritt Karlheinz Kielers bei der Generalversammlung 2002 Roger Groß gewählt. Die Vorstandschaft bestand fortan aus Roger Groß, Rainer Geugelin (2. Vorstand), Petra Bunke (Schriftführerin) und Ralf Schlossar (Rechner).

2005 übernahm dann Daniel Koehly das Amt des 2. Vorstandes. Rainer Geugelin blieb dem Verein jedoch bis heute erhalten; er pflegt den Rasenplatz und ist verantwortlich für „das schönste Plätzle Südbadens“.
 
Auch im Traineramt wurden Veränderungen vorgenommen. Nach einem einjährigen Gastspiel von Heinz Seywald, einer dreijährigen Trainertätigkeit von Wolfgang Franke und einer weiteren dreijährigen Tätigkeit von Michael Röttgen, wurde schließlich im Abstiegskampf der Saison 2004/2005 Trainer „Bimbo“ Binder verpflichtet.
Der frühere Profi des SC Freiburg schaffte 2005 den Klassenerhalt der Kreisliga A im letzten Abstiegs-Relegationsspiel gegen den FC Tiengen II.
Bereits ein Jahr später, als „Underdog“ in die Saison 2005/2006 gestartet, schaffte die Mannschaft um Trainer Binder unglaubliches. Die Meisterschaft in der Kreisliga A und den damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksliga. Den größten Erfolg der Vereinsgeschichte!
In der Abschlusstabelle belegte man Platz 1 vor dem FC Hauingen.
 
Die Meistermannschaft:
Kai Westermann, Christian Bächle, Stefan Hosslin, Frank Muser, Patrick Büchin, Sven Siegin, Gerrit Höveler, Sebastien Rauser, Christian Koehly, Daniel Koehly, Johann Lanert, Andreas Lanert, Rainer Geugelin, Dieter Geugelin, Jochen Sommerhalter, Peter Amann, Ingo Westermann
Trainer: „Bimbo“ Binder
Co-Trainer: Walter Westermann
Betreuer: Matthias Bundschuh
 
Freudetrunken und voll Euphorie ging man in die erste Bezirksliga-Saison der Vereinsgeschichte. Dazu verpflichtete man 7 Neuzugänge von den umliegenden Vereinen.
Doch schnell merkte man, dass die Bezirksliga nicht umsonst die höchste Spielklasse des Bezirks ist und die gegnerischen Mannschaften auch Fußball spielen können.
Das Resultat war verheerend. Der Rücktritt „Bimbo“ Binders nach 5 Spieltagen war der Anfang vom Ende.
Der neue Trainer Timo Kaltenbach konnte den Karren nicht mehr aus dem Dreck ziehen. Zusätzlich kamen noch verletzte Stammspieler, die noch Garanten des Aufstiegs waren, hinzu und brachen dem VfR das Genick. Mit einem Minusrekord von 14 sieglosen Spielen hintereinander belegte man den letzten Tabellenrang und stieg ohne Glanz wieder ab.
Was daraufhin folgte war eine schwere Zeit.
Die vor der Saison geholten Neuzugänge verließen den Verein wieder und alte VfR’ler, Stützen des Vereins, hörten ebenfalls auf. Dazu zählten unter anderem Frank Muser, der nach 16 Jahren Erste Mannschaft und 12 Jahren Jugend den Verein in Richtung FC Kandern verließ. Oder Petra Bunke, die ihre 6-jährige Schriftführertätigkeit beendete, aber nicht nur Schriftführerin war, sondern Mädchen für alles, VfR-Mama, Vorstandsmitglied, Jugendtrainerin und Festleorganisatorin. Zudem organisierte sie das „Einlaufen“ der VfR-Jugend mit den Profis des SC Freiburg, des FC Bayern, des KSC und des FC Basel.
 
Als auch noch Vorstand Roger Groß und Trainer Timo Kaltenbach den VfR verließen war das Chaos perfekt. Doch in diesem schweren Jahr 2007 formatierte sich die VfR-Familie neu und man besann sich auf eigene Tugenden. So etablierte sich eine neue Erste Mannschaft, gespickt mit eigenen Jugendspielern, in der Kreisliga A, trainiert von einem VfR-Urgestein und Ehrenmitglied – Wilfried „Tilly“ Westermann.
Auch eine neue Vorstandschaft bildete sich, mit Dr. Rudi Büchle als Vorstand an der Spitze. Dazu gesellten sich Daniel Koehly (2. Vorstand), Jürgen Escher (Rechner), Mara Höveler (Schriftführerin) und Martin Hugenschmidt (Obmann).
2008 gab es wiederum Veränderungen im Vereinsleben. Die Erste Mannschaft machte immer mehr Freude und belegte am Jahresende sogar den 2. Tabellenplatz.
Auch das Clubheim wurde auf Vordermann gebracht. Manni Lais, ehemaliger VfR-Jugendleiter und VfR-Mitglied, konnte als neuer Pächter gewonnen werden. Im Zuge des Pächterwechsels wurde das Clubheim renoviert und neu hergerichtet. 
 
Text: Jürgen Escher, Stefan Escher, Gerrit Höveler
 
 
Ein Text von Klaus Amann

Bellinger Dorffussball in den 50er- und 60er-Jahren – mein lieber Scholly – das waren Sonntag für Sonntag ausgeprägt hochemotionale und lokalpatriotisch durchtränkte Ereignisse, stand doch gewissermassen die Ehre des Ortes «uffem Spiel». Von wenigen Ausnahmen abgesehen setzten sich die Mannschaften aus ortseigenen Kickern zusammen und wehe jenen Kameraden, die da im drei Kilometer entfernten «Ausland» gegen uns «Belliger» bolzten. Nur der heiratsbedingte Wegzug des Fussballers und ein damit verbundener Vereinswechsel fanden Verständnis und Akzeptanz. Ein «Belliger» hatte «verdeckel nommol» für «Bellige» zu kicke, aus, fertig, baschta! Indes kennt die Vereinsgeschichte der 50er- und 60er-Jahre durchaus legendäre Fussballer aus Hertingen, Rheinweiler, Bamlach und Kleinkems, die sich im VfR-Trikot pudelwohl fühlten und sich jahrelang um die Fussballerehre der seit 1956 neugekürten Bädergemeinde verdient machten.

Am «Schiiretor» des Ökonomiegebäudes am Rathaus gab es ein «VfR-Käschtle», und nach dem Kirchgang am Sonntag, auf dem Weg nach Hause oder zum Stammtisch, da standen Gross und Klein davor, um endlich die Mannschaftsaufstellung der «1.Mannschaft» und der «Jugend» zu erfahren. Wie sehr hatte uns Kicker es «gewurmt», wenn der jeweilige Trainer per öffentlichem Aushang einen nur als «Ersatzmann» ankündigte. Nun, das Fussball-Reglement vor 40 Jahren kannte noch keinen «Spieleraustausch» während der 90 Spielminuten und die VfR-Trainerspielplanung vom Mittwoch war festgezurrt, so oder so.

Sonntags, um 13.30 Uhr wurde das Jugendspiel angepfiffen und dann um 15.00 Uhr folgte die Partie der 1.Mannschaft. Indes fanden zeitweise und zeitgleich fromme Andachten in der Bellinger Pfarrkirche statt und mit schöner Regelmässigkeit führte dies zu einem heute kaum noch vorstellbaren Gezänk zwischen Bub und Mutter um die Alternative «Chilche» oder «Kickplatz». Da gab’s auch Tränen, denn keine Frage, für uns Kinder waren die von uns verehrten VfR-Helden ja wichtiger als die Orgelkünste der Pfarrhaushälterin Hedwig. Und wie heftig pochte unser kleines Fussballerherzchen, wenn wir uns spätestens am Gasthaus zum Schwanen ein letztes Mal zu entscheiden hatten: rechts geht’s zur Kirche hoch, aber links runter – klammheimlich – zum Fussballgeschehen.

Sausten dort die Lederbälle in die «Toooooore», dann wurden diese nicht von schlaff hängenden Schnurnetzen aufgefangen, sondern die Geschosse prallten scheppernd gegen ein Drahtgeflecht und manchmal sogar wieder aus dem Tor heraus. Dann folgten mordsmässige Palaver um die Frage, «Jo verdeckel, isch dr Ball überhaupt dinne gsi?». Ach, wie oft zischten die Bälle auch am «Kaschte» vorbei, hinein in die wildwüchsigen Sanddorn-«Hirschtle» und es war für uns Kinder ganz selbstverständlich, den Ball im Gestrüpp zu suchen und zu finden, damit das Spiel zugunsten der «Belliger» seinen Fortgang findet. Grosse Eile beim Suchen hatten wir selbstverständlich nur dann, wenn die eigene Elf im Rückstand lag. Dann brüllten wir hinter dem gegnerischen Tor umher hüpfend aus Leibeskräften: «Bellige vor – noch ein Tor!»

Die Schiedsrichter waren gewiss die ersten Erwachsenen, an denen wir Halbstarke mit dem Zuruf «Pfiffechopf» keck unsere Mütchen zu kühlen wagten.

Die Fussballspiele am Sonntag jedenfalls waren immer gut besucht und am Holzgeländer des Belliger Kickplatz gab es zeitweise dichtes Gedränge der Vereinsmitglieder von Gast und Gastgeber. Ihr fachkundiger und manchmal auch streitlustiger Lärm drang bis zur Ortsstrasse hoch und waren die Mannschaften zum Auswärtsspiel unterwegs, dann war die erzwungene Ruhe am Sonntag Nachmittag für uns Kinder geradezu unangenehm langweilig. Später, mit dem Stimmbruch und dem ersten Zigarettenqualm im Hals, wurden wir ebenso Fussballreisende und gehörten selbst zu den aktiven Bellinger Kickern. Das Fahrradgestrampel zu den Fussballplätzen des Markgräflerlandes diente zwar der Körperfitness, doch gaben wir den ersten Mopeds und den Mitfahrgelegenheiten in PKW’s gerne den Vorzug. Heutzutage unvorstellbar wäre eine Kicker-Eisenbahnreise nach Haltingen oder Auggen und unvergessen bleiben auch die «arschkalte» Waschgelegenheit in der Kander bei Wollbach oder auch die Umzieh-Gaudi in den Nebenräumen von Wirtschaften, wie zum Beispiel im Isteiner «Gasthaus zum Sternen». Auch in Bellingen mussten die Mannschaften sich mit der Waschküche des Gasthauses zum Schwanen begnügen, denn das erste VfR-Vereinsheim, mit Duschen, Umkleideräumen für Mannschaften und Schiedsrichter, sowie einem eigenen «Wirtschäftli», das wurde erst in den 60er Jahren erbaut.

Könnten die Mauern und Dachziegel des zwischenzeitlich zum braven Kurpark-Malhüsli gekürte VfR-Vereinsheim von all den grossen und kleinen «Feschtlis» und «Räuschlis» erzählen, käme wohl eine Riesensammlung an Anekdoten zusammen. «Pst!» – wer erinnert sich noch an den Skandal, als Vereinsgewaltige eines Tages im trauten VfR-Heim ein «Verhüterli» entdeckten, welches wegzuräumen ein «Sünder» nächtens vergessen hatte.

Sooooooo viele Histör’chen ranken sich um den VfR, doch können wir hier nur wenige in Erinnerung bringen. Vergnügen fanden wir jungen Fans an der Bellinger VfR-Patriotin Ida Hössle, die bei den Heimspielen gar wild mit dem Regenschirm fuchtelte und dabei schimpfte, wenn ihr kickender Sohn Helmut auf dem Platz ein Foul zu erleiden hatte. Und wie staunten wir über den Fortschritt, als die erste provisorische 1000-Watt-Flutlichtanlage aus der Blechnerei-Werkstatt des Karl Amann, ein Training auch nach Einbruch der Dunkelheit möglich machte. Beleuchtet wurde ein Feldradius von bescheidenen 30 Meter um’s nördlich gelegene Tor. Und bitteschön – so war das damals noch – die Fussballmütter zuhause hielten klaglos nach den Spielen und nach den Trainingsstunden die verschmutzten Fussballtrikots «in Schuss».

Doch gekickt – nämlich «englisch uf ei Goal» – das wurde auch unter der Woche, von den Schülern nämlich, während der «Turnstunden» des Oswald Meyer. Und dann Nachmittags, in den Zeitlücken zwischen «Schulaufgaben machen» und «däheim helfe». Da wurde heftig und ausdauernd gebolzt und von kommenden Fussballer-Karrieren im VfR geträumt. Dann, gegen abend sind wir «Böbe» müde, verdreckt und verschwitzt auf den provisorischen «Riesi-Stäpfeli bi ‘s Kielers und bi ‘s Franz Sepps» nach Hause geklettert: «Jesses Marie – wie de Zit doch schnell vergange isch … ».              

Klaus Amann
 

Das VfR-Kickerhuesli

Als einer der ersten Vereine in der Regio wagten die Verantwortlichen bereits Anfang der sechziger Jahre den Bau eines eigenen Clubheims. Zwei Umkleideräume, ein Schiedsrichterraum, eine Dusche und ein kleiner Wirtschaftsraum waren zum damaligen Zeitpunkt Luxus, wo die Spieler sich bei manchem Auswärtsspiel noch an einem Bach oder an einem Wasserzuber waschen mussten. Vor allem auch der Wirtschaftsraum, wo bei Trainings- und Spielbetrieb die Spieler und Gäste bewirtet werden konnten trug sehr stark zur Kameradschaft bei.

Könnte das alte «Kickerhüsli» erzählen, so mache Story käme zutage. Rauschende Feste, gemütliche Sitzungen, fasnächtliche Kappenabende, ganze Garagentore wurden beim Kartenspiel gesetzt. Die Vereinswirte hatten kein leichtes Leben und immer lange Nächte vor sich. Da nützte auch das Öffnen aller Fenster und Türen (Werner Escher und Egon Berger) im tiefsten Winter wenig, um die Kicker zum Nachhause-Gehen zu animieren. Die Fussballer blieben auf ihrem Hintern sitzen. Das alte Clubheim, das im Übrigen immer noch vorhanden ist, dient der Bade- und Kurverwaltung als «Malhüsli».

Das «Kickerhüsli» war Grundstein und Ausgangspunkt für eine rege Bautätigkeit des VfR Bad Bellingen. Nachdem der Kurbetrieb weiter zunahm, waren die Zwänge den Fussballplatz aus dem Kurpark auszulagern immer dringlicher. Es entstand in den Jahren 1973 bis 1975 die heutige Sportanlage. Der Verkauf des alten «Kickerhüsli» an die Bade- und Kurverwaltung war der Grundstock für das heutige VfR-Vereinsheim. In über 5000 freiwilligen, unentgeldlichen Arbeitsstunden entstand ein Clubhaus, nach dem sich viele Vereine die Finger lecken würden. Bei allen Baumassnahmen konnte der VfR auf die unbürokratische Hilfe von Architekt und Ehrenmitglied Hermann Schropp zählen. Über den neuen Fussballplatz, der gleichzeitig entstanden ist, können wir sicherlich behaupten, dass er einer der schönsten und besten in der Regio ist. Auch dieses Vereinsheim hat in seiner nun 25jährigen Geschichte vieles erlebt.

So fällt dem Chronisten schlagartig ein, wie der ehemalige Vorstand und Ehrenmitglied Leo Schlecht mit dem Vereinsmitglied Gotthard Lieb und noch einigen anderen Stammtischsitzern morgens um 3.00 Uhr, eine Wette abschloss, dass er der schnellste Sprinter am Tisch sei. Also wurde kurzum im Morgengrauen das Flutlicht eingeschaltet und die Angelegenheit gleich an Ort und Stelle ausgetragen. Die Stimmung war natürlich prächtig. Nur all zu schnell begann es zu Tagen und die «Sitzung» musste abgebrochen werden.

Der Wirtschaftsbetrieb wurde zunächst in Eigenregie durchgeführt. Hier waren den Vereinsverantwortlichen allerdings Grenzen gesetzt, da aufgrund des Kurbetriebs und der guten Lage am Rhein der Betrieb beträchtlich zunahm. Die Verpachtung der Gaststätte war bald unabdingbar. Zunächst übernahmen das Ehepaar Egon und Erika Berger, die Gaststätte, später wurden sie von unserem Ehrenmitglied Helmut Herr und seiner Frau Mathilde abgelöst. Einen richtigen Aufschwung erhielt die Sportgaststätte unter Günter und Elsbeth Muser von 1980 bis 1992. Auf Muser’s folgte Serif Ismailovski, der mit seiner Familie bis 1996 Pächter war.

Wir sind glücklich, dass wir nun mit Sylvia Zeller, Horst Breh und ihrem Team wieder gute Pächter gefunden haben, wo sich Spieler, Jugend und Gäste wohl fühlen und die Kameradschaft gepflegt werden kann.

Aufgrund des Aufschwungs in den 80er Jahren im Wirtschaftsbetrieb stand natürlich wieder einmal eine Baumassnahme an. Die Küche war viel zu klein geworden. Als Lagerraum des Pächters diente eine Umkleidekabine. Platznot überall. Also musste wieder einmal gebaut werden. Es entstand eine tolle Küche von 40 qm und eine kleine Pächterwohnung.

Im Untergeschoss entstanden Kühl-, Getränke-, Lager- und ein Müllraum. Gleichzeitig wurde eine Zuschauertoilettenanlage bereitgestellt und ein Waschraum für die Trikotwäsche.

Nach langjähriger beschwerlicher Planung, war am 1. Dezember 1988 Baubeginn. In unglaublich kurzer Zeit entstand ein Anbau, der im Grunde ein eigenes Gebäude darstellt. Es war einfach unbeschreiblich wie die Spieler und Mitglieder den gesamten Bau, mit Aussnahme der Entlüftungsanlage in Eigenleistung (5000 Stunden) hochzogen. Es war während der gesamten Bautätigkeit eine hervorragende Stimmung unter den Helfern, so dass es richtig Spass machte am Clubheim zu werkeln. Unvergessen die spontane Einweihungsfeier der Bodenplatte, wovon heute noch gerne erzählt wird. Nach nur fünf Monaten tagtäglicher Arbeit wurde am 30. April 1989 der Anbau und die neue Thekenanlage eingeweiht.

Im Jahr 1993 stand eine Renovierung des Rasenplatzes an. Hierzu wurde eine Tiefenbohrung (40 cm tief) durchgeführt und die gebohrten Löcher mit Sand aufgefüllt. Damit verbunden war auch eine Einebnung des gesamten Platzes und die Ergänzungssaat mit einer Rasenregenerationsmischung. Das diese Massnahme sinnvoll war, zeigt sich noch heute, denn seither ist die Spielfläche in einem sehr guten Zustand. Natürlich muss auch immer wieder daran gearbeitet und investiert werden, von der Zeit die hierfür aufgewendet wird, gar nicht zu sprechen.

Die nächste Aktion folgte im Winter 1995 auf 1996. Nachdem der Pächter Ismailovski das Pachtverhältnis löste, entschloss man sich, die Toilettenanlage in der Gaststätte umzubauen, und total zu erneuern. Gleichzeitig wurde der Haupteingang der Gaststätte von der Westseite auf die Südseite verlagert. Beide Massnahmen führten zu einer weiteren Aufwertung unseres Vereinsheimes.

Akuell kann nun auch noch berichtet werden, dass der bestehende Hartplatz nach einer totalen Sanierung und vor allem Vergrösserung an diesem Jubiläum eingeweiht werden kann. Mit dieser Baumassnahme wurde etwas vollzogen, was früher aus finanziellen Gründen vonseiten der Gemeinde nicht möglich war. Der Hartplatz war ursprünglich nur als Trainingsfläche gebaut worden. Seine Länge war identisch mit der Breite des Hauptspielfeldes, also ca. 65 Meter. Bereits 1978/79 wurde im Rahmen einer Kläranlagenleitung nach Rheinweiler die Grösse des Feldes auf 87 m x 47 m verändert. Die Beschaffenheit der Platzauflage war zwischenzeitlich in einem derart schlechten Zustand, dass eine Sanierung dringend erforderlich war. Der Entschluss, auch gleichzeitig eine Vergrösserung vorzunehmen war naheliegend, da die vorhandene Grösse immer schon ein grosses Hindernis war. Für Verbandsspiele waren die Masse einfach zu gering. Richtiger Trainingsbetrieb war ebenfalls nicht möglich. Die neuen Masse liegen nun bei 90 m x 60 m. In der Länge liess sich leider nicht mehr herausholen, da eine weitere Verlängerung Richtung Autobahn nicht genehmigt wurde. Auf der Westseite konnten noch ca. 3 m verlängert werden. Gleichzeitig baute man eine neue Bewässerungs- und  Flutlichtanlage.

Wir freuen uns, dass mit der Baumassnahme am Hartplatz ein Sorgenkind des Vereins nun einen guten Abschluss gefunden hat, wenn auch hierfür eine kräftige Darlehensaufnahme erforderlich war. Wir wünschen allen Mannschaften viel Spass beim Einsatz auf dem Hartplatz.

Zum Schluss sei allen Helfern an dieser Stelle noch einmal recht herzlich für ihren Einsatz bei allen Baumassnahmen gedankt.               

Jürgen und Stefan Escher
 

Die Westermann-Story

Einen einmaligen Rekord an absolvierten Fussballspielen für den VfR Bad Bellingen erreichte unser ehemaliger Erster Vorsitzender und Ehrenmitglied Wilfried Westermann. Über 1.100 Spiele hat unser «Tilly» für den VfR absolviert.

Schon sein Vater, Walter Westermann sen., war als Fussballer für den VfR Bad Bellingen aktiv. So war es natürlich naheliegend das auch seine Buben die Fussballschuhe schnürten und Wilfried zu einer Stütze des VfR Bad Bellingen wurde. Mit zwölf Jahren begann der ehemalige Goalie in der A-Jugend, damals gab es noch keine kleinen Jugendmannschaften, um dem runden Leder nachzujagen. Bereits mit 18 Jahren, als er aus der Jugend in die Erste Mannschaft kam, übernahm er als Trainer die A-Jugend. Es ist kaum zu glauben, aber seit seinem 18. Lebensjahr, also nun 35 Jahre ist «Tilly» (genannt nach seinem damaligen Vorbild Hans Tilkowski) ununterbrochen in der Jugendarbeit beim VfR Bad Bellingen tätig. Ausserdem war er drei Jahre Zweiter und zehn Jahre Erster Vorsitzender und immer mal wieder als Trainer der Aktivmannschaften im Einsatz.

Viele Spieler, die unter seiner Regie im Nachwuchs ausgebildet wurden und später von ihm in der Aktivmannschaft als Trainer oder Funktionär begleitet wurden, haben zwischenzeitlich aus Altersgründen die Fussballschuhe an den berühmten Nagel gehängt. Nicht so Wilfried Westermann. Auch heute noch schnürt er die Schuhe, vorrangig für die Alten Herren, aber wenn Not am Mann ist, dann läuft er mit über 60 Jahren noch in der Zweiten Mannschaft auf.

Wilfried Westermann hat in der Vereinsgeschichte des VfR ein grosses Kapital geschrieben und selbst mitbestimmt.

Vereinsmitglieder wie er, sind für jeden Club ein Glücksfall. Sein Idealismus und seine unbändige Einsatzbereitschaft für das Vereinswohl waren und sind für den VfR Bad Bellingen von unschätzbarem Wert.